Mär
13
2009
1

FKK

“Wenn Privatsphäre Paranoia ist, dann bin ich gerne paranoid.” <- ich via #Jabber in einem #ICQ Chat

Warum muss man sich erst nackt im Internet bewegen, bis einem einer sagt, dass anziehen nicht so verkehrt wäre? #datenschutz

Die ersten Tweets meiner Wenigkeit, die ich hier gesondert veröffentlicht wissen möchte. Mehr sag’ ich dazu nicht. Nur dies noch: Denkt mal drüber nach. ;-)

Ach, PS: <werbung> Ich nutze jetzt Jabber. </werbung> Das Verhältnis zwischen Jabber und ICQ könnte man als Aufhänger für die großen Debatten über Datenschutz, Privatsphäre, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Open Source führen. Hab ich auch schon getan. Muss man aber nicht.

Feb
03
2009
1
Feb
01
2009
3

#projekt52 - 04. kirche

die drei großen konfessionen

die drei großen konfessionen

tcha … beinah hätt ich letzte woche schon verraten, wat ich für dat aktuelle thema machen wollte, denn ein fotto zum letzten thema war schon vadammt nah dran an meiner idee. aba nu (ich finds gezz leider nich auf anhieb, dat bild, ich werd den link nachreichen).

gedenfalls, kirche, ne? … ‘kay, et gibt schöne kirchen in herne, gede menge - die kapelle im schlosspark strünkede, die kirche an kirmesplatz in crange, sankt marien baukau - ich hätt n bild vom kölner dom machen bzw. nehmen können - eine meiner lieblingskirchen … aba wie dat so is, mag ich kirchen mehr wegen des architekturhistorischen aspekts.

und aus diesem grund - und noch einem anderen habbich mich für dat fotto entschieden (heute erst geschossen) welches ihr nu sehen könnt. ganz hinten: die kreuzkirche, da trifft sich die evangelische gemeinde, nachfolgebau der dionysiuskirche, die da früher mal stand, als et noch dat dorf herne gab, bevor et abgerissen wurde, um zwei riesigen wohntürmen platz zu machen. wat für ne bausünde! in der mitte: st. bonifatius, heimstatt der katholischen gemeinde, von der seit der schlimmen zeit nur noch der turm steht. links dahinter, quasi in der zweiten reihe, steht dann das eigentliche kirchengebäude und das gemeindezentrum, klarer fall von betonschönheit. besonders an boni is, dat um den turm drumrum gezz unten n schuhgeschäft is - dat einzige schuhgeschäft mit kirchturm. im vordergrund dann: die spasskasse, in nem wunderschönen jugendstilbau, ganz frisch restauriert  (also vor weniger als fünf jahren) - außen schön alt, innen schön neu. und dat is nich dat einzige jugendstilgebäude in herne … rund umme fußgängerzone gibbet so viel schöne jugendstilvillen, aba nur wenige so gut erhalten wie die - ich sach ma so: n besuch in herne lohnt sich.

aba da war noch n anderen aspekt bei der motivauswahl. wir ham vielleicht 50 millionen christen in deutschland - offiziell glaubense alle an unsern herrgott und sein sohn und den heiligen geist - aba wir ham über 80 millionen menschen, wo an den gott geld glauben. okay, sie beten ihn vielleicht nich so schön wie mitm ave maria an, aba se vaknüpfen ihr wohl und wehe viel stärker als mit dem metafüsischen gott der christen. leida schade: wir ham keine prommenenten moscheen oda sünagogen in herne und noch weniger anne bannofstraße (von da issat fotto nämmich). und wat für christen die hölle, is für alle die pleite. … mehr will ich gannich sahng. denkt ma drüber nach.

(so kapitalismuskritisch bin ich doch sonz nich *grübel*)

Dez
18
2008
6

lernen? lebenslänglich!

wenn ich mir so anschaue, was in dieser woche bereits jetzt gelaufen ist, dann komme ich nicht umhin festzuhalten, dass das lernen niemals aufhört. ganz im gegenteil, irgendwie wird es immer mehr, was man lernen könnte - und dann auch tut.

nachdem ich angenehme jahre meines lebens mit schule und studium verbracht habe, lesen, schreiben und rechnen lernte, fing ich einst an, mir eine homepage zu basteln (was mangels html-kenntnis nicht sehr erbaulich anfing, doch die wysiwyg-editoren wurden besser), später wurde es ein blog, für das ich mich ein wenig in css und dann doch html einarbeiten musste, um weg vom standarddesign zu kommen. nicht zu vergessen: zeitschriften, meine (un)heimliche leidenschaft: die wollen auch geschrieben und gelayoutet werden, also: scribus lernen, indesign lernen, zwei welten für sich, aba nu … das alles verteilte sich über einen relativ langen zeitraum.

und diese (und ein wenig auch die letzte) woche dann: twittern anfangen, wiki schreiben lernen, skypen lernen, dimdim entdecken. wobei: twitter is bis auf feinheiten wie sms, skype is videotelefonie mit chat (wovon wenig bleibt, wenn man weder kamera noch headset hat), wiki is ganz simpel, wenn man erst einmal die wiki-eigenen formatierungen verstanden hat (nix html-code mit “<h2>unterüberschrift</h2>” und so) und dimdim is ne art konferenzraum, wo nich sonderlich schnell is und auch nich so viel kann wie eine konferenz im realen leben - aba nu.

wo ich grad dabei bin: GIMP- und photoshop-kenntnisse könnt ich auch noch gut gebrauchen. und ein headset.

ich fühl mich nicht als müsst mein kopf platzen.

Dez
03
2008
2

der letzte tag im alten system oder: holla, die waldfee

sie lehnt sich zurück in ihren mit grünem plüsch gepolsterten schaukelstuhl und hebt die leere braune bierflasche so, dass sie durch den hals der flasche in die welt schauen kann. sie weiß ob der leere der flasche, doch sie genießt den ausblick durch den flaschenhals, den sepiaartig abgedunkelten fokus auf einen der bausteine des waldes vor lauter bäumen. irgendwo in der ferne – ohne die flasche findet sie sie nie – steht eine alte, knorrige eiche. sie weiß nicht, woher diese wunde stammt, doch stets muss sie auf diesen klaffenden riss, der sich über den stamm vom boden bis zu den ersten tragenden ästen zieht, starren, von tag zu tag wuchert das kletternde moos und schiebt sich den baum hinauf, der schorf verwebt sich zu einem dichten, weichen, saftigen grünen und stützenden teppich, während sie tagtäglich aufsteht, kaffee in einem alten emailtopf auf einem antiken elektroherd kocht, ihn mit zittrigen händen durch einen seidenen filter – das magenta halstuch hatte ihr noch nie gefallen – gießt und sich dann, mit dem blechernen weißen kaffeepott und einer schrumpeligen apfelsine in den händen, immer kleinschrittiger durch den verzogenen türrahmen auf die terrasse begibt, sich in ihren knarzenden schaukelstuhl setzt und kaffeepott und orange neben sich auf das einst tannengrün gestrichene, nun lackabblätternd dekadengrün verwitterte tischchen niederlässt. vor geraumer zeit hatte sie zuletzt besuch empfangen und so hat sie mühe, die gestalt, die sich ihr durch den flaschenhals auftut, als mensch zu identifizieren, es wird ihr erst gewahr, als die fremde person – ein mann, so meint sie sich zu erinnern – vor ihr die krachenden treppenstufen zu ihrer hütte im wald emporsteigt. in einem anflug von verwirrung nimmt sie einen trockenen schluck aus der entleerten flasche und legt das glasgeschöpf dann in ihren schoß und bettet ihre hände wärmend darauf.

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