Nov
30
2009
2

Milchstraßengeschichten, perspektivisch.

unter der nächtenen Kathedrale
tanzt
das knochige Frauenzimmer mit dem Mädchen
Tango.
Median, freudenlos, starrt trübe
in den Tee, sieht Nachtmahrsfetzen
wabern, wo der ferne
Buttermond süßt.
Frau Sehnsucht greift
milde lächelnd seine
Hand, er schlürft und schlurft,
ein Xylophon
schlägt klappernd Takt und Melodie.

Aurora kommt
in ihrem zwitschernden Kleid und
sieht Frau Sehnsucht
plaudern, Paleiko erzählend
von neuen Traumesreisen.

Stein um Bein erwarte ich
vergebens den nächsten Schlag,
wie wohl mir ist,

Written by pillenknick in: [ˈlyːrɪk], fanum | Schlagworte: , , , , , ,
Nov
25
2009
2

Nahahahaiiiin, …

… ich bin nicht twittersüchtig. Ich kann noch ohne. Aber nicht ohne diese tollen Wandkalender vom Druckerei Blog bzw. www.druckerei.de - und: Ja, ich weiß, dass das Werbung ist und dass ich das Druckerei Blog ohne twitter nie entdeckt hätte und dass ich jetzt drei von diesen tollen Wandkalendern bekomme.

Insofern issat doch nich ganz uneigennützig, oder? Das Druckerei Blog bekommt einen Trackback mehr und vielleicht ein, zwei Klicks, ich bekomme drei - in Worten: DREI - Wandkalender - von denen ich vielleicht zwei verschenken werde an diejenigen, die mir die schönste Begründung liefern, warum sie den bekommen sollten (aber dazu gibt es noch einen gesonderten Beitrag) - und zudem haben wir hiermit eine Premiere, da dies, wenn ich mich recht entsinne, der erste Beitrag ist, den ich verfasse, um etwas zu bekommen. Auf twitter geht das ja einfacher und schneller und so, …

In diesem Sinne sarrich ma: genug geworben, jetzt gibt’s Kaffee. Danach bin ich vielleicht dann doch süchtig.

Nov
16
2009
1

1546

sprossenbewohntes Bett
gleitet unter meinen Füßen fort
von frisch verpflanztem Herzgrund.
Kirschkuss bleibt daheim und
ich mit ihm und wir beiden
fahren auch gen Fort.
Frau Sehnsucht sitzt im Glaswachshaus,
sieht wie die Welt dazwischen wächst
erfreut an ihrem Werk
und doch voll Reue,
denn sie tat, was sie muss.
Nicht, weil sie will.
Ihr Tee aus Buttermondens Saft,
schon bald ist er versalzen.

Written by pillenknick in: [ˈlyːrɪk], fanum | Schlagworte: , , , , ,
Aug
14
2009
0

kirmesgeheul

Buttermond im Wolkenmeer, sein
Vorhof zur Hölle glimmt fahl.

Wo einst die Äcker standen, wo
zweifelnde Versuchung wild neben
suchender Verzweiflung auf Herzgrund blühte,
feiert man nun Kirchweihfest.

Frau Sehnsucht schlurft die Gassen ab, im Arm
die Katze des Quantenmagiers, Frau Schrödinger
genannt, sie
schlurft und guckt und riecht und krault
das Tier, nie wissend, wo
es ist.

In bunter Lichterluft flirren Lampen wie
Fackeln wie Feuerwerk wie Blendgranaten,
gebrannte Mandeln stechen wie Fritten, Fisch und Frikadellen schal
zithernd in die Nase, kein Tee
aus Buttermondens Tränen, nur
eisig kalter Wintertag in kirmesheil’ger Sommernacht.

Frau Schrödinger heult den Feuervogel an, dann
ist sie weg, mit ihm.

Written by pillenknick in: [ˈlyːrɪk] | Schlagworte: , , , , , ,
Dez
07
2008
1

the raven and the swan

im wachsblutenden glimmen der niederkunft
setzt sich der nächtige rabe
auf meinen arm.

seine geschärften klauen
entreißen mich der zeit,
wintersonnenwende
ist jetzt und überall, ich
opf’re mein zimtenes
blut, die krallen umspülend rauben
sie dem hirschgekrönten feuervogel den halt,
er erbleicht und flattert empor,
zerfällt zu asche und erstehtaus ihr, schwimmt strahlend weiß und majestätisch hinfort.

ich opf’re mein zimtenes blut, banne
die kinder der zeit bis
ins nächste jahr und sinke
in des nachtmahrs kalten schlummer.

so merke ich nicht, wie
frau sehnsucht mir
durch’s haar streicht und zu ihrer tochter betet.

von fern schellt der winter
sein unrhythmisches lied,
nimmt die wachsüberströmten zweige
und entflieht in die nacht.

in gedanken an frau*seltsam, veljans und josh woodwards gleichnamiges lied.

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