Apr
05
2009
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Musik für lau und legal

Dieser Text wurde recycled. Ich habe ihn ursprünglich für some about geschrieben, ein sehr nettes Blog, für das ich neulich vom Phillip (dem Master of Desaster und “Createur de someabout”) rekrutiert wurde.

Ich denke mal, ihr kennt das Dilemma: Ihr habt im Radio ein Lied gehört und wollt es unbedingt haben, aber nicht unbedingt deswegen eine ganze CD dafür kaufen müssen. … Diesem Dilemma bin ich ganz leicht entkommen: ich höre kaum noch Radio, und wenn, dann eher Sender, bei denen ich mir fast sicher sein kann, dass es beim Großteil der Stücke schon fast unmöglich ist, die in einem Laden zu bekommen. Das ist der … ich will nicht sagen “Vorteil” … davon, wenn man - why ever - mit Alter Musik (und damit meine ich jetzt nicht Buddy Holly, Chuck Berry und vielleicht noch die Comedian Harmonists, sondern die großen und kleinen Meister der Renaissance und des Barock, also Dufay, Desprez, Monteverdi, Vivaldi und Konsorten) sozialisiert wurde. Entweder bekommste den Kram nicht, nachgeschmissen oder er kostet ein Vermögen. In dem Fall gönnt man sich dann aber auch mal das. Ist ja zum Glück in der Menge nicht so viel.

Nee, worauf ich hinaus wollte: Es gibt jede Menge Musik, die kostet nix. Die kann ich gratis runterladen - und darf sie auch noch verbreiten, also alles das, was man eh tut, nur eben nicht so sonderlich legal. … Während es da auf der einen Seite den Open Music Contest gibt, der ganz speziell mit dem Ziel geschaffen wurde, sehr bunte und gute Sampler in einem Bandwettbewerb zu erstellen, die jeder - Creative Commons sei Dank - verbreiten darf, wie er lustig ist, sofern nur die Urheber genannt werden, gibt es auf der anderen Seite das grandiose Jamendo.

Jamendo ist eine Plattform, auf der Musik ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz einstellen können, so dass jeder die Sachen sich anhören und nichtkommerziell nutzen und weiterverbreiten darf. Okay, die großen Namen und Stars bekommt ihr da nicht und meinen heißgeliebten Claudio Monteverdi hab ich da auch noch nicht gefunden - aber dafür eine unglaub breite und sehr oft auch richtig gut gemachte Spannbreite an Musik von HipHop bis Deathmetal und noch weiter. Ich sag’s mal so: Jamendo hat Schuld daran, dass ich HipHop nicht mehr kategorisch ablehne, geht ja auch ohne dicken Benz und nackte Frauen.

Ich hab euch ma ne kleine Playlist (alles auch für mich Neuentdeckungen, auch bzw. obwohl ich da schon ein paar Favoriten hab) zusammengestellt, um euch einen kleinen Einblick in das riesige Angebot zu geben … da sind so manche Schätzchen zu entdecken. Viel Späßchen.

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