Nov
11
2008
1

warum obama nicht bundeskanzler werden kann

zehn thesen, warum sich barack obamas erfolg nicht einfach so kopieren lässt. die ursprünglichen zehn steilen thesen stammen von sebastian gievert. um aber nicht überall einschränkungen machen zu müssen, wie es sebastian reichel tut, habe ich ein wenig eigene gedanken eingebaut, gekürzt, umformuliert und auch einfach zitiert.

  1. das internet wird als medium der nerver und nerds erlebt.
  2. die pluralistische medienlandschaft lässt die botschaften der politiker bei den bürgern ankommen. die bedeutung des internets an der medienlandschaft wird unterschätzt.
  3. wahlkampf wird überwiegend von parteimitgliedern und via parteienfinanzierung getragen, ist um einiges billiger als in den usa.
  4. fernsehen und rundfunk müssen wahlwerbung unentgeltlich ausstrahlen, internetwahlkampf kostet geld, das lieber in plakate und stände investiert wird, die auch wenig internetaffine (v.a. ältere) bürger erreichen.
  5. ehrenamt in deutschland findet in unkoordinierten lokalen gruppen statt, weswegen sich selten personen außerhalb der parteien für einen parteienkandidaten engagieren.
  6. die parteistrukturen in der führungsebene entstammen einer zeit ohne internet und müssen noch durchbrochen werden.
  7. der datenschutz verbietet die weitergabe persönlicher daten unentschiedener wähler zur wahlwerbung.
  8. “die parteien in deutschland können auf ihren mitmach-seiten für jede unkontrollierte äußerung oder falsche tatsachenbehauptung dritter haftbar gemacht werden – und können sicher sein, dass irgendjemand es auch versuchen wird.”
  9. “wen sie wählen wollen, verraten deutsche ungern öffentlich. deshalb unterstützen deutsche wähler ihre partei oder ihren kandidaten selten für alle sichtbar im web. graswurzel-engagement hat es daher schwerer.”
  10. in den usa gibt es mit dem präsidenten einen sündenbock, in deutschland nur „die da oben“. „die da oben“ sind regierung und opposition, die wahl ist eine zwischen zwei übeln.

in diesem sinne: ran an die diskussion, wie man das ändern könnte. wie könnte ein obama bundeskanzler werden - oder wollen wir das gar nicht?

Jun
26
2008
0

talking white?

heute morgen habe ich es noch auf cnn gesehen und ein wenig ungläubig geguckt, jetzt habe ich es auch online gefunden (deutsch: 1, 2, englisch: 1, 2). ralph nader, unabhängiger präsidentschaftskandidat bereits seit 1992, wirft barack obama, dem präsidentschaftskandidaten der demokratischen partei in den usa vor, er spräche “weiß”, oder, wie es im original (hier ein auszug aus dem interview mit den rocky mountain news) heißt: “is it because he wants to talk white?”.

aber zurück auf anfang, wo ist das problem? warum wünscht lisa illichmann ralph nader, er nähme ein wenig pepto-bismol und ginge dann zu bett?

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